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The Man in the Arena

„It is not the critic who counts; not the man who points out how the strong man stumbles, or where the doer of deeds could have done them better. The credit belongs to the man who is actually in the arena, whose face is marred by dust and sweat and blood; who strives valiantly; who errs, who comes short again and again, because there is no effort without error and shortcoming; but who does actually strive to do the deeds; who knows great enthusiasms, the great devotions; who spends himself in a worthy cause; who at the best knows in the end the triumph of high achievement, and who at the worst, if he fails, at least fails while daring greatly, so that his place shall never be with those cold and timid souls who neither know victory nor defeat.“

Theodore Roosevelt, 23. April 1910

Best Standup: Hannibal Buress

Nicht erst seit er Bill Cosby in einem seiner Auftritte der Vergewaltigung bezichtigte, damit eine Lawine lostrat und weltweite Aufmerksamkeit erlangte, gilt Hannibal Buress als Nachwuchshoffnung des Comedy-Business. Besonders zu Anfang seiner Karriere war sein Stil sehr stark geprägt von einer trockenen, stellenweise fast emotionslosen Delivery. Buress ist niemand, der Pointen herausschreit – er lässt sie eher beiläufig fallen, als habe er ohnehin genug davon. (Mittlerweile ist Buress auf der Bühne etwas lauter geworden. Das mag dem Mainstream-Publikum besser gefallen; mir gefällt es weniger gut.)

 

 

TL;DR auf Deutsch: Lange Rede, kurzer Sinn

TL;DR ist die Abkürzung für „too long; didn’t read“. Wortwörtlich auf Deutsch übersetzt heißt das: „zu lang, hab’s nicht gelesen“. In seiner ursprünglichen Bedeutung war TL;DR eine verbreitete Antwort auf zu ausführlich geratene Foren- oder Newsgroup-Beiträge. Die Botschaft: Dein Text ist zu lang, deshalb habe ich ihn nicht gelesen. Fass dich beim nächsten Mal bitte kürzer.

In Zeiten der Generation YouTube hat ein Bedeutungswandel stattgefunden. Die Mehrzahl der Internet-User konsumiert Information und Unterhaltung seit einigen Jahren beinahe ausschließlich in GIFs, Infografiken oder Tweets und ist zum Teil nicht willens, zum Teil aber auch gar nicht mehr in der Lage, eine Aufmerksamkeitsspanne zu entwickeln, die über einige Sekunden hinausreichen würde. Das Interesse an einem Thema beschränkt sich daher beinahe zwangsläufig auf die Oberfläche, auf einen Fun Fact oder den vermeintlich repräsentativen Ausschnitt aus dem komplexen Ganzen.

Es ist deshalb nur opportun, längeren Texten eine Zusammenfassung beizufügen. Im englischsprachigen Internet geschieht dies häufig unter Verwendung der vorgenannten Abkürzung. Die neue Bedeutung von TL;DR ist schlichtweg: „Hier ist die Zusammenfassung des eben Gesagten: heruntergebrochen auf zwei Sätze, gnadenlos verkürzt, bar jeder argumentativen Kraft, aber immerhin auf einem Niveau, das du verstehst, und in einer Form, die du verdauen kannst.“

Zum Beispiel auf Reddit kommen längere Beiträge nicht mehr ohne den Nachsatz TL;DR aus. Der prominente Frisurenträger Sascha Lobo, um ein Buzzword bekanntlich nie verlegen, hat diese Praxis für seine Kolumne auf „Spiegel Online“ übernommen:

In Anerkennung der Ungeduld als Eigenschaft mit positiven Facetten soll fortan unter jeder Mensch-Maschine eine twitterfähige Zusammenfassung des Textes in 140 Zeichen stehen. Sie wird den Namen tl;dr tragen, eine Internetabkürzung für „too long; didn’t read“.

Um der Kritik an dieser zeitgeistigen Verirrung etwas Substanz zu verleihen, möchte ich abschließend auf eine deutsche Entsprechung der Abkürzung hinweisen. Ausgedacht hat sie sich nicht etwa irgendein PR-Clown aus Berlin-Kreuzberg, sondern der große deutsche Freiheitsdichter Friedrich Schiller. „Was ist der langen Rede kurzer Sinn?“, lässt er im Wallenstein den Kriegsrat von Questenberg dem Chef des Dragonerregiments Butler das Wort abschneiden. In den Formen „Lange Rede, kurzer Sinn“, „der langen Rede kurzer Sinn“ oder „langer Rede kurzer Sinn“ (Genitivkonstruktionen ohne Komma!) ist diese Wendung in den deutschen Sprachschatz eingegangen.

Sie erscheint mir als Überschrift einer Zusammenfassung wesentlich geeigneter als „TL;DR“ – nicht weil sie „deutsch“ ist, sondern weil sie schöner ist. Meinetwegen auch als Abkürzung: LR,KS oder LRKS.

LR,KS: Ich schlage in diesem Artikel vor, die Abkürzung TL;DR („too long, didn’t read“) im Deutschen durch LR,KS („lange Rede, kurzer Sinn“) zu ersetzen.

Bewertungsportale: Fragmentierung schafft Glaubwürdigkeit

Es ist schon einige Jahre her, als „Web 2.0“ noch in aller Munde war. User-Generated-Content war das Schlagwort dieser Zeit, Portale, auf denen die Leser plötzlich mitreden konnten, sprangen aus dem Boden. Jeder wollte Teil des Hypes sein: Kommentarbereiche, Blogging-Plattformen oder Bewertungsportale wurden rege genutzt.

Doch wie es immer ist, bekamen die größten Stücke des Kuchens diejenigen, die ohnehin schon satt waren. Google schnappte sich mit YouTube die wichtigste Video-Plattform, auch die Blogging-Plattformen wurden größtenteils aufgekauft oder verschafften sich eigene monopolartige Marktpositionen. Lediglich bei den Bewertungsportalen gab es bis in die jüngste Vergangenheit ein munteres Wechselspiel. Erst im Oktober 2013 hat das amerikanische Yelp den deutschen Konkurrenten Qype geschluckt.

Das Geschäftsmodell ist denkbar einfach: Benutzergenerierte Inhalte kosten nichts. Man selbst stellt lediglich die Technik zur Verfügung, die Inhalte schaffen die Leser. Diese bekommen dafür keine monetäre Vergütung, sondern die Chance auf Aufmerksamkeit und Anerkennung: Gute Inhalte werden gelesen oder angesehen. Das ist oftmals Belohnung genug. Die Seitenbetreiber heimsen dann den Profit ein, der zum Beispiel durch die Schaltung von Anzeigen entsteht.

Obwohl es sich hierbei um ein lukratives Geschäft handeln kann, ist es den großen Plattformen noch nicht gelungen, die kleine Konkurrenz gänzlich zu verdrängen. Eine mögliche Erklärung für diesen Umstand möchte ich nun anbieten: Ich glaube, dass Bewertungsportale davon leben, dass die Leser ihnen ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit zugestehen. Und je größer ein Bewertungsportal ist, desto eher ist man geneigt, es auf Seiten des Establishments zu verorten. Also auf Seiten derer, die ein Graswurzel-Bewerter eigentlich entlarven will.

Je größer ein Bewertungsportal ist, desto mehr Fake-Bewertungen zieht es außerdem an. Wer den Ruf seines Produkts oder seiner Dienstleistung durch Fake-Bewertungen verbessern will, der konzentriert sich aus ökonomischen Gründen auf die großen Portale. Zugleich können es sich die Portale oftmals nicht leisten, diese massenhaft eingereichten Bewertungen redaktionell auf ihre Glaubwürdigkeit hin zu prüfen.

Wenn man sich auf die Suche macht, dann findet man im Internet eine ganze Menge kleinerer Bewertungsportale, die meistens nur eine spezielle Produkt- oder Dienstleistungssorte abdecken. Mein-Fitnesscenter.ch ist ein gutes Beispiel. Es versammelt Bewertungen zu sämtlichen Fitnesscentern in der Schweiz. Die Bewertungen werden redaktionell geprüft und weisen deshalb ein vergleichsweise hohe Maß an Glaubwürdigkeit auf – auch wenn Fake-Bewertungen natürlich nie zu 100 Prozent ausgeschlossen werden können.

Ich würde mir wünschen, dass solchen Plattformen in Zukunft eine größere Aufmerksamkeit zuteil wird. Das Modell dieser Plattformen – die redaktionelle Prüfung der Bewertungen und die Konzentration auf ein Spezialthema – ist meiner Meinung nach richtungsweisend.

Studentenwohnheim Ginnheimer Landstraße: So sieht es dort aus

Das Studentenwohnheim Ginnheimer Landstraße 40 & 42 beherbergt 750 Studenten aus aller Herren Länder. Betrieben wird es vom Frankfurter Studentenwerk. Es gibt WG-Zimmer sowie Einzelzimmer, Zweier-WGs, Dreier-WGs, Vierer-WGs und Stockwerks-WGs mit Bad und Küche auf dem Gang. Das Wohnheim ist nicht sehr schön anzusehen, genießt nicht den besten Ruf, doch die meisten Leute, die dort gewohnt haben, denken gerne an ihre Zeit in den „Ginnheimer Todestürmen“ zurück.

Damit Neuankömmlinge und Interessenten einen Eindruck bekommen können, was sie erwartet, möchte ich hier einige Fotos vom Studentenwohnheim Ginnheimer Landstraße hochladen.

Blick vom Wohnheim in Richtung Skyline
Je nachdem, auf welcher Seite des Wohnheims du wohnst, hast du einen beeindruckenden Ausblick auf die Frankfurter Skyline oder den Taunus.
Skyline-Blick

Bad & Küche
In den WGs und Einzelzimmern des Hauses 40 muss selbst Ordnung gehalten werden. Manchen Bewohnern gelingt das sehr gut, andere Bäder und Küchen sind ziemlich bedenklich. Auf den Bildern abgebildet sind Bad und Küche einer Dreier-WG. Die Zweier-WGs haben ein ähnliches Bad und eine kleinere Küche, die Einzelzimmer ebenfalls, allerdings ist die Küche dort in das Zimmer integriert.

WG-Bad 1
WG-Bad 2
WG-Küche

Im Haus 42 gibt es Vierer-WGs. Bad und Küche dieser Vierer-WGs sind recht geräumig und müssen ebenfalls selbst geputzt werden. Die Einzelzimmer in 42 haben ein Stockwerkbad und eine Stockwerkküche, die offiziell vom Personal des Studentenwerks sauber gehalten werden. Das klappt allerdings oft noch schlechter, als das selbst organisierte Putzen. In meiner WG und vielen anderen, die ich besucht habe, war es immer sehr sauber. Letztlich hängt das Maß der Sauberkeit davon ab, wie gut sich die Bewohner darum kümmern und wie gut es ihnen gelingt, sich auf einen Putzplan zu verständigen.

Die Zimmer
Die Zimmer sind in der Regel um die 10 Quadratmeter groß, nur die Einzelzimmer sind größer. Die meisten Zimmer sind mittlerweile möbiliert, es gibt aber auch unmöbilierte Zimmer, die gemietet werden können. In 42 sind die Zimmer mit einem Waschbecken ausgestattet, in 40 gibt es Waschbecken nur in den Einzelzimmern. Auf dem nachfolgenden Foto abgebildet ist ein unmöbiliertes Zimmer in 40 nach dem Auszug eines Mitbewohners. (Nicht erschrecken: Das Foto wurde am Tag des Auszugs eines langjährigen Mitbewohners gemacht. Der Boden wurde vor Ankunft des Nachmieters poliert und die Wände wurden gestrichen. Die hässlichen Fenster wurden mittlerweile durch neue ausgetauscht.)

WG-Zimmer

Hier eine Impression aus einem unmöbilierten Zimmer, das mit selbst mitgebrachten Möbeln eingerichtet wurde. Der Kreativität sind in solchen Fällen keine Grenzen gesetzt – du darfst die Wände pink anmalen oder dir eine Hängematte an die Decke hängen. So lange die Spuren deiner Umbauten nach deinem Auszug beseitigt werden können, sind die Hausmeister mit dem Meisten einverstanden. (Im Zweifelsfall solltest du solche Pläne vorher mit ihnen abklären.)

WG-Zimmer 2

Das Mobiliar der möbilierten Zimmer ist in der Regel in gutem Zustand. Die Matratzen sind ungemütlich, aber die lassen sich austauschen. Leider habe ich auf die Schnelle kein Foto von einem möbilierten Zimmer finden können.

Ich hoffe, euch einen kleinen Einblick gegeben zu haben, was euch im Wohnheim erwarten wird. Falls Interesse besteht, schreibe ich in einem weiteren Beitrag etwas über die Lebensbedingungen im Wohnheim, über das Miteinander, die Parties, die Sportangebote, Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe und andere Dinge dieser Art. Das werde ich vom Feedback auf diesen Beitrag abhängig machen.

Säunchen änder dich

Mit Saunen ist es so eine Sache. Jahrelang war ich im Fitnessstudio angemeldet – zum Schluss nur noch, um einmal pro Woche die winzige Einbau-Sauna nutzen zu können. Im Umkreis gab es einfach nichts anderes. Irgendwann hat dann in meinem Ort eine große Saunalandschaft eröffnet. Verkehrstechnisch auch für Auswärtige gut erreichbar, fürstlich eingerichtet und sogar vergleichsweise günstig.

Doch die vielen Vorzüge der Sauna wurden zum Fluch: Schon bald zog der gute Ruf auch viel Laufkundschaft an, die sich nicht mit der Saunakultur auskannte. Klar: Eine Saunalandschaft dieser Größe benötigt auch solche Kunden, um profitabel betrieben werden zu können. Doch die lauten Gespräche selbst im Ruheraum, die Gaffer und viele andere Unarten verwandelten den Erholungsort Sauna bald in eine ballermannartige Vorhölle. Selbst im Fitnessstudio, wo saunatechnisch ziemliche Anarchie herrschte, waren die Zustände noch besser. Meinem Unmut machte ich mehrfach an der Empfangstheke vorsichtig Luft. Doch solche Beschwerden sind nur Tropfen auf den heißen Lavastein.

Zwar wusste ich um andere Saunafreunde, die sich ebenfalls gestört fühlten. Aber was sollten wir tun? Die Sauna wechseln kam nicht in Frage: Eine weite Anfahrt wäre nötig gewesen, um die nächstgelegene Sauna zu erreichen. Selbst das alte Fitnessstudio hatte mittlerweile angekündigt, es werde zum Jahresende schließen.

So entstand die Idee für Sternesauna.de, ein Bewertungsportal für Saunen in Deutschland. Das Ziel ist es, Transparenz zu schaffen. An einem öffentlichen Ort sollen Saunafreunde ihre subjektiven Eindrücke schildern und sagen können, was ihnen an einer Sauna gut gefällt und was nicht. Die Betreiber erhalten so wichtige Anregungen, andere Saunagänger hingegen können vor Besuch einer Sauna abschätzen, was sie erwarten wird. Ich hoffe, dass sich die Seite in den kommenden Monaten und Jahren zu einer festen Institution in der deutschen Saunabranche entwickeln wird.

Leistungsschutzrecht, nüchtern betrachtet

„Nicht durchdacht“ und „durch kein sachliches Argument [zu] rechtfertigen“ – so beschreibt das Max-Planck-Institut für Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht die Pläne der Bundesregierung, ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger einzuführen. Die achtseitige Stellungnahme ist ein nüchterner Beitrag zu einer Debatte, in der alle Beteiligten seit Monaten mit Nebelkerzen feuern, und daher unbedingt lesenswert.

Zur Stellungnahme: Stellungnahme zum Gesetzesentwurf für eine Ergänzung des
Urheberrechtsgesetzes durch ein Leistungsschutzrecht für Verleger
(PDF)

Zwei Dinge möchte ich zu diesem Thema noch loswerden:

1. Die Verlage haben selbstverständlich ein Interesse daran, dass ihre Presseerzeugnisse von Suchmaschinen verlinkt werden. Denn auf diese Weise erhalten sie einen nicht unerheblichen Teil ihres Traffics. Wenn sie dieses Interesse nicht hätten, hätten sie den Suchmaschinen längst den Zugriff auf ihre Seiten untersagen können. Der Robots Exclusion Standard macht das mit wenigen Handgriffen möglich.

2. Nach einem früheren Entwurf des Gesetzes sollten nicht nur Suchmaschinen zur Kasse gebeten werden, sondern auch andere „gewerbliche Nutzer“ von Presseerzeugnissen. Mutmaßlich wären selbst kleine Blogs wie das unsere darunter gefallen und wir hätten fortan nicht mehr ohne Weiteres auf Presseartikel verlinken können. Vor diesem Hintergrund ist es nicht ganz abwegig, wenn Google jetzt eine Kampagne unter dem Slogan „Verteidige dein Netz!“ startet. Schaden würde das Leistungsschutzrecht übrigens auch in seiner aktuell vorgesehenen Form nicht nur der Hauptzielscheibe Google, sondern zahlreichen Akteuren im deutschsprachigen Internet. Darunter fänden sich wohl auch die Verlage, wie die Stellungnahme des Max-Planck-Instituts für Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht richtig ausführt.

Der Genitiv auf Twitter

Twitter ist ein Fall für den Zwiebelfisch – oder einen anderen besserwisserischen Sprachpfleger. Denn – Aufschrei! – auf Twitter können Hashtags und Benutzernamen nicht korrekt dekliniert werden. Beispiel Genitiv: Der Genitiv wird im Deutschen zumeist ohne Apostroph gebildet. Es heißt „Peters Regenschirm“, nicht „Peter’s Regenschirm“. Nur wenn ein Eigenname auf einen stimmlosen S-Laut endet, wird zur Kennzeichnung des Genitivs der Apostroph verwendet. Man schreibt dann zum Beispiel „Klaus‘ Regenschirm“.

Markiere ich auf Twitter den Benutzernamen @Peter und schreibe „@Peters Regenschirm liegt noch bei mir“, dann habe ich in Wirklichkeit den Account @Peters adressiert. Um mich an @Peter im Genitiv zu wenden, muss ich den Apostroph benutzen – daran führt kein Weg vorbei. Denn Twitter-Benutzernamen bestehen aus alphanumerischen Zeichen (A-Z und 0-9). Wenn ich weitere alphanumerische Zeichen anhänge, erkennt Twitter das nicht und hält diese für einen Teil des Benutzernamens. Sonderzeichen kommen hingegen nicht in Benutzernamen vor und funktionieren deshalb als Abgrenzung. Also schreibe ich „@Peter’s Regenschirm liegt noch bei mir“ – ausschließlich so funktioniert es.

Ist das ein Problem? Einerseits entspricht dies tatsächlich nicht der Vorstellung der meisten Sprachpfleger. Die haben sich sogar das Schmähwort „Deppenapostroph“ ausgedacht, um ihre vermeintliche zivilisatorische Überlegenheit zu markieren. Andererseits könnte es kaum egaler sein, wie der Genitiv gebildet wird, so lange man ihn als Genitiv erkennt. Hier liegt doch das Problem der Sprachpfleger: Dass sie zwischen richtig und falsch oder deutsch und nichtdeutsch unterscheiden wollen, anstatt zwischen zweckmäßig und unzweckmäßig.

Sprache ist zweckmäßig, wenn sie dazu beiträgt, dass Kommunikation funktioniert. Hashtags und Benutzernamen können auf Twitter zwar nicht korrekt dekliniert werden, aber zumindest die Bildung des Genitivs ist möglich – wenn man den Apostroph verwendet. Es ist nur zweckmäßig, das zu tun. Und für Eigennamen ist die Verwendung des Apostrophs seit der Rechtschreibreform übrigens ohnehin wieder zulässig, wenn damit die Grundform eines Namens verdeutlicht werden soll.

Der Google AuthorRank – stärkt Google ein veraltetes Konzept von Autorschaft?

Wo Google ist, ist vorne. Darauf konnte man sich in den letzten Jahren stets verlassen. Google hat Trends gesetzt, Trends erkannt und uns immer wieder damit überrascht, wie flink ein Großkonzern trotz seiner Größe sein kann, wenn es gilt, auf einen sich in Bewegung setzenden Zug aufzuspringen. Aber das Kerngeschäft von Google ist nach wie vor die gleichnamige Suchmaschine. Sie hat die Welt verändert – so pathetisch es auch klingen mag. Und gerade hier scheint sich jetzt eine Entscheidung anzubahnen, die ich für rückwärtsgerichtet und unmodern halte.

Ist der AuthorRank die Lösung für ein unlösbares Problem?

Aber von Anfang an: Seit es Suchmaschinen gibt, gibt es Leute, die deren Algorithmen zu manipulieren versuchen und darauf aus sind, ihren eigenen Webseiten bessere Positionen in den Suchergebnissen zu verschaffen. Als Marktführer hatte Google immer in besonderem Maße mit diesen Leuten zu kämpfen. Einerseits galt es, möglichst effektive Methoden zur Berechnung der Suchergebnisse zu entwickeln. Andererseits mussten diese Methoden immer so gestaltet sein, dass sie Manipulationsversuche erschwerten.

Während früher vor allem die Zahl der eingehenden Links entscheidend für das Ranking einer Webseite war, hat Google in jüngster Zeit versucht, den Fokus auf OnPage-Faktoren und Seiten-Inhalte zu verschieben. Über einen gänzlich neuen Ranking-Faktor ist in den letzten Monaten eine intensive Diskussion entbrannt: Zahlreiche Suchmaschinen-Optimierer glauben, dass der sogenannte AuthorRank in Zukunft eine gewichtige Rolle im Google-Algorithmus spielen wird. Zum Beispiel AJ Kohn und Mike Arnesen haben interessante Beiträge dazu veröffentlicht. Bereits seit einiger Zeit können Inhalte mit Google Plus-Profilen verknüpft werden. Die verknüpfte Person wird dann in den Suchergebnissen als Autor angezeigt, außerdem weist Google den Benutzer in bestimmten Fällen auf weitere Artikel desselben Autors hin.

Authorship-Kennzeichnung in den Suchergebnissen

Der AuthorRank geht zurück auf ein Patent aus dem Jahre 2005, in dem das Konzept noch als „Agent Rank“ bezeichnet wird. Es handelt sich, so kann man dem Patent entnehmen, um die Verknüpfung von Online-Inhalten mit einem „Agent“/Autor. Anhand einer Analyse der verknüpften Inhalte lässt sich die Reputation des Autors berechnen. Und die Reputation des Autors entscheidet wiederum über die Gewichtung seiner Inhalte bei der Berechnung der Suchergebnisse. Kurzum: Inhalte von Autoren mit hoher Reputation könnten zukünftig Ranking-Vorteile haben gegenüber Inhalten von weniger prominenten Autoren und gegenüber Inhalten, die überhaupt keine Authorship-Verknüpfung aufweisen.

Während das Ranking eines Inhalts derzeit vor allem von der Reputation der veröffentlichenden Webseite abhängt, könnte es zukünftig auch von der Reputation des Autors abhängen. Dieser müsste dazu jedoch aus der Anonymität heraustreten und sich allerorts zu seinen Inhalten bekennen. Spammer könnten es dadurch ungleich schwerer haben als früher.

Ein veraltetes Konzept von Autorschaft

Das ist grundsätzlich zu begrüßen. Weshalb habe ich aber in der Einleitung die mögliche Einführung des AuthorRanks als rückwärtsgerichtet und unmodern bezeichnet? Meine These lautet: Wenn Google es zukünftig belohnen sollte, dass man einem Text einen einzigen(!) Autor zuordnet, dann stützt es damit ein völlig veraltetes Konzept von Autorschaft. Ich möchte diese These intellektuell und technisch-praktisch begründen.

Das Konzept von Autorschaft, das ich mit dem AuthorRank assoziiere, entstammt dem 19. Jahrhundert und stellt die schöpferische Kraft der selbständigen Einzelperson in den Mittelpunkt (Stichwort: Genieästhetik). Spätestens in den 1960er Jahren hat eine fast vollständige Abkehr von dieser Vorstellung stattgefunden. Roland Barthes („Der Tod des Autors“) und Michel Foucault („Was ist ein Autor?“) haben maßgeblich dazu beigetragen, diese Fixierung auf die Autorpersönlichkeit aufzulösen. Welchen Grund könnte es geben, zu ihr zurückzukehren?

Parallel dazu ist ein Wandel der Praxis erkennbar, der noch viel schwerer zu gewichten ist. Während Texte früher vor allem von Einzelpersonen verfasst wurden, spielt kollektive oder kollaborative Urheberschaft heute eine zunehmende Rolle. Bezeichnenderweise im selben Jahrzehnt, in dem Barthes und Foucault die Rolle des Autors diskutierten, stellte der Wissenschaftshistoriker Derek de Solla Price erstmals eine Zunahme der Mehrautorenschaft bei wissenschaftlichen Texten fest. Und tatsächlich ist es heute durchaus üblich, dass wissenschaftliche Texte von mehreren gleichberechtigten Autoren verfasst werden. Für den Journalismus gilt dasselbe. Auf Wikipedia schließlich haben sich hunderttausende Amateure und Profis versammelt und in kollaborativer Zusammenarbeit über 20 Millionen Artikel hervorgebracht.

Diese Entwicklung wurde selbstverständlich erst im Computer-Zeitalter möglich. Erst der Computer ermöglichte es, Texte unbegrenzt zu bearbeiten, zu aktualisieren, anzupassen und mit Einschüben zu versehen. Dank des Internets können heute tausende Menschen gemeinsam an einem Text schreiben. Kollektive Textherstellung kann in Echtzeit geschehen, in Form von Wikis und innerhalb geschlossener Redaktionssysteme. Wahrscheinlich wird man feststellen müssen, dass das Internet nicht nur die Organisation und Verfügbarkeit von Wissen revolutioniert hat, sondern auch die Produktion von Wissen an sich.

Es ist in diesem Zusammenhang unverständlich, weshalb Google eine Technologie implementieren sollte, die ein Bekenntnis zur Alleinurheberschaft verlangt und – viel wichtiger – kollaborativ verfasste Inhalte möglicherweise benachteiligt, weil diese (bei korrekter Kennzeichnung der Urheber) keine Verknüpfung mit einem einzelnen Autor aufweisen können. Die Einführung des AuthorRanks in der beschriebenen Form wäre deshalb ein Fehler.