Das Problem mit professionellen Tests und Bewertungen

Es wird oft argumentiert, dass Nutzerbewertungen keine Aussagekraft hätten. Besser seien professionelle Tests und Bewertungen, bei denen „echte“ Experten eine Reihe von standardisierten Experimenten durchführen, detailgenaue Vergleiche anstellen etc.

Ich habe einen Einwand: Das Problem mit Profis ist, dass sie für ihre Arbeit bezahlt werden wollen. Und nur wenige Zeitschriften und sonstige Medien können es sich deshalb leisten, echte Alltagstests durchzuführen. Zum Beispiel kann die „Stiftung Warentest“ einen oder mehrere Profis bezahlen, die sich sämtliche großen Fitnessstudio-Ketten anschauen, dort mal trainieren und alles genau unter die Lupe nehmen. Aber sie können nicht zwei Jahre dort trainieren, weil das zu teuer wäre. Ein Handytester kann auch nicht monatelang ein Handy benutzen, um es auf Alltagstauglichkeit zu testen. Würde er das machen, müsste er sehr viele Handys mit sich rumschleppen und sehr viel telefonieren.

Genau deshalb sind Nutzerbewertungen so wichtig. Denn Benutzer können mir sagen, ob ich mit meinem Nokia N73 auch in zwei Jahren noch Spaß haben werde – weil sie es im Zweifelsfall selbst schon zwei Jahre in Benutzung haben. Diese Alltagserfahrungen sind wertvoll und schwer zu reproduzieren. Ob es in einem Fitnessstudio gut ist und ob eine Mitgliedschaft lohnt, weiß der langjährige Stammkunde oft besser als ein professioneller Tester, der dort mal ein paar Tage reingeschaut hat. Da können die Testkriterien der Profis noch so ausgeklügelt sein.

Natürlich sind Nutzerbewertungen subjektiv und manipulierbar. Aber das weiß ich als Leser und kann sie dementsprechend kritisch lesen und überprüfen.

Warum wir jedes Jahr einen Wochentag später Geburtstag haben

Nachdem Google diese Frage auf Anhieb nicht zufriedenstellend beantworten kann – „Weil das Jahr 365 Tage hat!“ – hier die einfache mathematische Erklärung:

Hätte es einen Tag weniger, also 364 Tage, hätten wir jedes Jahr am gleichen Tag Geburtstag, da 364 durch 7 ein ganzzahliges Ergebnis (nämlich genau 52) ergibt.

Stellt euch das mal vor! Da könnten die Glückspilze die freitags, samstags oder sonntags geboren worden sind, jedes Jahr mit dem gesamten Freundes- und Verwandtenkreis feiern, während die Anderen immer unter der Woche feiern müssten, wo die meisten Menschen leider keine Zeit haben.

Der eine Tag mehr (364 + 1 = 365) macht den kleinen, aber bedeutsamen Unterschied, dass wir im Laufe unseres Lebens mal an jedem Wochentag Geburtstag feiern dürfen.

 

Zur Vollständigkeit an dieser Stelle:

Durch die Tatsache, dass das Jahr nicht wirklich 365 Tage sondern 365 1/4 Tage hat, haben wir alle vier Jahre mit dem 29. Februar einen Tag mehr. Weshalb sich im sogenannten Schaltjahr, beginnend nach dem 29. Februar, alle Geburtstage um 2 Tage im Vergleich zum Vorjahr verschieben. Aber diese Antwort hätte euch sicherlich auch die Goolge-Suche geboten…